Grilltipps für saftiges Fleisch

Wie verändert sich Ihr Gemütszustand, wenn die Grillsaison erste Schatten vorauswirft? Träumen Sie von saftigen T-Bone-Steaks und würzigen Thüringer Würstchen - oder fallen Ihnen zähe, verkohlte Unaussprechlichkeiten ein, an die Sie aus gutem Grund nicht mehr erinnert werden wollten?

Auch wenn manche "Experten" ein großes Gewese um das Hantieren mit Kohlen, Rost und Fleischzange machen: Weder Heldentaten noch Hexerei sind nötig, um ein Stück vom Rind oder Schwein in eine würzige Köstlichkeit vom Grill zu verwandeln. Die Qualität des Fleischs spielt eine große Rolle dabei - allerdings nimmt bei liebloser Behandlung auch das saftigste Steak im Handumdrehen die Konsistenz einer Schuhsohle an. Die folgenden Tipps geben Ihnen das Rüstzeug für erste Schritte auf dem Weg zum erfolgreichen Grillmeister.

Das Fleisch sollte von innen nicht mehr roh sein, um Risiken für die Gesundheit zu vermeiden.

Das Grillgut vorbereiten

Frisches Fleisch nehmen Sie am besten mindestens zehn bis fünfzehn Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank. So schließen sich später die Poren schneller, und der Garprozess lässt sich besser kontrollieren. Noch wichtiger: Tiefgefrorenes muss vollständig aufgetaut sein, bevor Sie es auf den Rost legen - innen noch halb gefrorenes Fleisch ist nicht nur unappetitlich, sondern birgt auch Gesundheitsrisiken.

Fleisch aufschneiden

Sie schneiden das Fleisch selbst auf? Dann bitte quer zur Faser und zwei, besser drei Zentimeter dick. Dünnere Scheiben trocknen in kürzester Zeit aus.

Marinieren

Eingelegtes bleibt saftiger und entwickelt je nach Würzung köstlich-individuelles Aroma. Wenn Sie sichergehen wollen, dass das Fleisch wirklich frisch ist und weder Geschmacksverstärker noch Konservierungsstoffe enthält, stellen Sie die Marinade selber her - das macht nicht viel Arbeit und bringt Ihnen garantiert Komplimente. Säubern Sie das Grillgut vor dem Marinieren, tupfen Sie es gut trocken und achten Sie darauf, dass es vollständig von der Marinade bedeckt ist. Es muss nicht unbedingt im Kühlschrank durchziehen, kühl stehen sollte es aber schon.

Brand und Qualm vermeiden

Der Rost sollte mindestens zehn Zentimeter über den Kohlen angebracht sein, sonst kann das Grillgut verbrennen. Hören Sie nicht auf unverbesserliche Vielfraße und schneiden Sie verbrannte Partien großzügig ab - Angekokeltes ist schlicht ungesund. Grillspieße aus Holz weichen Sie vor dem Benutzen am besten für eine Weile in Wasser ein. So verhindern, Sie, dass das Holz verkohlt oder gar das Feuer fängt. Eingelegtes Fleisch sollten Sie vor dem Grillen sorgfältig abtupfen oder - ebenso wie fettere Fleischsorten - in einer Grillpfanne auf den Rost legen. So verhindern Sie, dass flüssiges Fett oder Marinade in die Glut tropft und verbrennt. Der aufsteigende Qualm enthält krebserregende Stoffe, die sich auf dem Grillgut absetzen.
Übrigens: Keine Panik falls doch mal was schiefgeht! Ein etwas angebranntes oder "verqualmtes" Würstchen alleine macht noch nicht krank.

Als Faustregel gilt: Das Fleisch je cm Dicke 1-3 Minuten pro Seite grillen.

Grillzeit beachten

Als Faustregel für Steakfleisch gilt: Je nachdem ob Sie das Fleisch innen blutig, medium (nur noch ganz leicht rosa) oder durchgebraten bevorzugen, grillen Sie Rindersteaks pro Zentimeter Dicke eine bis drei Minuten lang auf beiden Seiten. Servieren Sie Hacksteaks, Würstchen, Schweinefleisch und Geflügel bitte immer durchgebraten, es besteht sonst Salmonellengefahr!

Fleisch ruhen lassen

Lassen Sie fertig gegrillte Stücke ein paar Minuten ruhen - nicht auf dem Grill, sondern in Alufolie gewickelt auf einem Extrateller. So bleiben sie warm ohne auszutrocknen.

Auch der schönste Grillabend geht irgendwann zu Ende. Hier noch ein kleiner Tipp zum Anschluss: Säubern Sie den Rost, bevor er ganz erkaltet ist. Festgebranntes und andere Rückstände lassen sich dann besser entfernen.
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