Winterspeck Ade- Willkommen Low Carb Ernährung

Kaum schickt der Frühling seine Vorboten ins Land, wird es wie jedes Jahr "ernst". Schenkt man den Lifestylemagazinen, Frauenzeitschriften und unzähligen Ernährungsratgebern Glauben, dann hat sie schon begonnen: Die obligatorische Diätralley zur perfekten Bikini- oder Badehosenfigur.

Ganze Unternehmenssparten leben vom Streben nach dem Traumbody. Die Angebote sind unüberschaubar. Von hilfreich bis unseriös tummelt sich hier wirklich alles. Die Grenzen zwischen verantwortungslosem Abnehmwahn und gesunder Gewichtsreduktion sind oftmals kaum erkennbar oder fließend.

Immer wieder wird man dabei auf den Begriff "Low Carb"-Diät stoßen. "Low Carb" kommt aus dem Englischen und ist die Abkürzung für "Low Carbohydrates". Auf Deutsch übersetzt klingt es weniger hip und bedeutet ganz banal " wenig Kohlenhydrate". Also das Reduzieren eines Bestandteils der täglich aufgenommenen Nahrung.

Das Spiel mit den Energielieferanten

Um zu verstehen, wie "Low Carb" funktioniert, muss man wissen, was bei der Verarbeitung der täglichen Nahrung im Körper passiert. Das überlebenswichtige innere Feuer - der Stoffwechsel - wird durch die Zufuhr von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett aufrechterhalten.

Vereinfacht beschrieben sind dabei die Kohlenhydrate der schnelle Energielieferant, Eiweiße steuern biochemische Prozesse im Körper, Fett bildet das Depot (die Reserve). Fährt man nun die Zufuhr der Kohlenhydrate herunter, zwingt man den Organismus, seine Energie "auf Umwegen" aus anderen Quellen zu beziehen: Aus den Fetten in der Nahrung und - bei einer Abnehmdiät im Idealfall aus den Reserven, den ungeliebten Fettpölsterchen.

Die Nahrungsmittelkennzeichnung macht es einfach

Beim Einkauf im Supermarkt ist es ein Einfaches, die Nahrungsmittel zu klassifizieren. Auf den Umverpackungen fast jeden Lebensmittels sind die drei Bestandteile Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett mit genauen Mengen- und Prozentangaben aufgedruckt.

Schnell wird man feststellen, das die Hauptlieferanten für Kohlenhydrate Zucker in allen Formen, Nudeln, Mehl, Kartoffeln und Teigwaren sind. Diese gilt es beim "Low Carb"- Ansatz zu vermeiden. Also Verzicht auf Pasta, süße Limonaden, Kuchen und die typischen Sättigungsbeilagen beim Hauptgericht.

Die Kehrseite der Medaille - Low Carb

Es klingt so einfach: Die paar kohlenhydratreichen Lebensmittel weglassen. Fett, Steaks, Schnitzel, Fisch und Gemüse sind ja genauso erlaubt wie Wurst, Butter und Schinken. "Berühmte Vertreter" von Abnehmtheorien wie die Atkins-Diät und fast alle Turbo- oder Crashdiäten basieren auf dem "Low Carb"-Prinzip.

Die Anfangserfolge sind regelmäßig beeindruckend. Allerdings rebelliert der Körper bei übertriebenem Verzicht auf Kohlenhydrate schon nach wenigen Tagen im gleichen Maß wie zunächst die Pfunde purzeln. Heißhunger auf Süßes und die damit verbundenen Fressattacken sind bei diesen Diäten fast schon Programm. Jo-Jo läßt grüßen! Einige Diätgurus pochen darauf, dass der Verzicht auf Kohlenhydrate förmlich eine Urform der Ernährung sei.

Mit dem Argument, der Mensch hätte sich in der Steinzeit auch in erster Linie nur von Fleisch ernährt, lassen sie mögliche Folgen außer Acht. Die bei Kohlenhydratverzicht übermäßige Zufuhr tierischer Fette und Eiweiße steht im begründetem Verdacht, Auslöser für Herz- und Kreislauferkrankungen zu sein.

Darüber hinaus sind unangenehme Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Vitaminmangel und Verdauungsprobleme häufige Begleiterscheinungen. Für körperlich hart arbeitende Menschen oder Ausdauersportler ist "Low Carb" aufgrund des erhöhten Bedarfs an schnell verfügbarer Energie nicht zu empfehlen.

Low Carb als Baustein eines Gesamtkonzepts

Wer nachhaltig und dauerhaft abnehmen möchte, hält sich ohnehin besser an die Empfehlungen von Medizinern oder der "Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.".

Man wird sehr schnell feststellen, dass "Low Carb" - in sinnvoller Form betrieben - immer auch Bestandteil gesundheitsförderlicher Programme zur Gewichtskontrolle und -Reduktion sein wird.

Ohne Mangelerscheinungen und ohne Gefahr, "rückfällig" zu werden. Vielleicht passt ja dann die Lieblingsjeans sowohl im Sommer als auch im Winter.
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